Artikel-Nr.:                             AFRO Fiber-Wood 11", 11 3/4" & 12 1/2"                            680 EUR

   Co02                                        Spielflächen: ca. 27,5, 29 & 31 cm                              

 Höhe: ca. 76 cm

Gewicht: 11,1 / 10,9 / 12,6 kg

Spannhaken: 9 mm, 5 bzw. 6 Stück

traditioneller Spannreifen (6 mm)

Kessel: Fiberglas mit Holzspanbeschichtung

Fell: Original AFRO Büffel (2-2,5 mm)

Herstellungsland: Thailand

Bei dieser Serie des hierzulande leider weitgehend unbekannten Herstellers AFRO ist der Name Programm. Die Fiberglaskessel wurden mit einer Schicht Holzspäne ausgekleidet, was - zumindest so weit ich weiß - absolut einzigartig ist. Auch klanglich liegen sie irgendwo zwischen den Welten. Wärmer als für Fiberglas üblich, dennoch druckvoll und voluminös bei mittlerem Sustain, jedoch weniger obertonreich und klingelich als viele Fiberglas-Kolleginnen.

Auch in Sachen Hardware und Fellauswahl stehen die AFROs anderen Serien aus bekannteren Schmieden in nichts nach.

Der Zustand ist weitgehend sehr gut. Es gibt natürlich schon ein paar oberflächliche Gebrauchs-spuren, aber aufgrund der Hochglanzoberfläche ist es nahezu unmöglich sie auf ein Foto zu bringen. Auf dem letzten habe ich es beispielhaft versucht und aus 1 m Entfernung sind auch so

gut wie nicht mehr zu sehen.

Die schwarzen Mittelringe waren rissig und ich habe sie deshalb mit Pro-Gaff-Tape verstärkt.

Wie das im Detail aussieht, ist auf dem vorletzten Foto zu sehen. Diese Ringe erfüllen keinerlei technische Funktion, sondern kaschieren nur die Stelle, an der der Kessel zusammengesetzt ist.

An der Conga war der Ring völlig hinüber und ich habe einen neuen gebastelt. Der sieht ziemlich genau so aus wie die anderen. Bei der Conga habe ich wegen beginnender Rissigkeit auch den

Fuß getapt.

 

Bei Interesse lasse ich Ihnen gerne einen STICKS-Testbericht von 1993 zukommen.

 

Weitere Infos zu AFRO finden Sie unter den Fotos.

 

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Noch ein paar Worte zu AFRO:

Die Firma gab es nur ca. 10 Jahre, hatte ihren Sitz in den Niederlanden und ließ - wie auch die bekannten, großen Marken - in Thailand fertigen. Heraus gekommen sind (abgesehen von der Einsteigerserie) absolut überzeugende, sauber verarbeitete Instrumente mit sehr robuster Hardware und ordentlichen bis sehr guten Fellen. Die konnten locker mit denen der größeren Konkurrenten mithalten und meiner Meinung nach, diese teilweise auch übertreffen.

Chef & Entwickler war John van der Meulen, der schon in den 60ern mit Martin Cohen (ja, dem

von LP) zusammen werkelte und der vor AFRO bzw. parallel auch bei SUPERCUSSION (ebenfalls

aus den Niederlanden) mit im Boot war.

AFRO wurde ca. 2000 von PEARL aufgekauft. Deren Congas und Bongos werden seitdem optisch

im alten AFRO-Stil und mit deren tropfenförmigen Spannböcken gebaut (siehe z. B. PEARLs Elite Serie).

Von John van der Meulen heißt es, er sei heute noch bei PEARL aktiv - vielleicht ist das aber auch nur ein Gerücht ;-).